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Willkommen in Kamp Bornhofen

Es fällt schwer zu glauben, dass sich in der Nähe eines so heiligen Ortes ein ausgeprägter Bruderzwist abgespielt haben soll. Zwei feindliche Brüder, so unterschiedlich im Charakter wie ihre Burgen, die heute noch hoch über Kamp-Bornhofen Wind und Wetter trotzen. Als die "feindlichen Brüder" sind Liebenstein und Sterrenberg bekannt – und zwischen beiden steht wahrhaftig eine Mauer, wie in den Rheinsagen beschrieben.

Sicher, die beiden Burgen sind weit älter als das bekannte Wallfahrtskloster mit dem berühmten Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes. Doch lassen sich gerade hier, wo Eifersucht, Hass und Bruderstreit sich zugetragen haben sollen, besonders gut die kirchliche Einkehr und Erlösung von den Sünden vorstellen. Die Franziskaner leben bis heute in dem Wallfahrtskloster Bornhofen und können sich über eine lebhafte Zahl von kleinen wie großen Pilgerreisen freuen. Einzigartig sind darunter die Schiffswallfahrten, die nach Kamp-Bornhofen führen. So mancher wird in früherer Zeit auch die schöne Klosterkirche zum stillen Gebet besucht haben, bevor er sich als Flößer auf den Rheinstrom begab. Der Holztransport bis in die Niederlande war ein einträgliches, aber auch nicht ungefährliches Geschäft für viele Männer der Ortsgemeinde. Zu gigantischen Flößen zusammengeschnürt, steuerten die schweren Baumriesen mit Mann und Maus auf den Wellen des Rheins dahin.

Heute schaut man dem Verkehr auf Europas bedeutendster Schifffahrtsstraße gerne von der neuen Uferpromenade in Kamp-Bornhofen zu, kehrt in eine der Weinwirtschaften ein oder blickt von hoher Burgzinne bei Kaffee und Kuchen hinab auf den großen Fluss. Sterrenberg wie auch Liebenstein bieten gastliche Einkehr, Panoramablick inklusive. Vieles kann dem Betrachter da vor die Linse kommen: Wärme liebende Segelfalter oder auch Ziegenherden, die zum Erhalt der Naturlandschaft beitragen. Nur von Feinden keine Spur …